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Portrait

Hans Jakob
Meyer

Bildhauer der Zürcher Seelandschaft. Vom Gipstorso bis zum Bronzebrunnen – ein Leben in bewegten Formen.

1903 — 1981 Zürich · Feldmeilen 236 Werke
Hans Jakob Meyer in seinem Atelier in Feldmeilen, beim Schnitzen einer Holzskulptur.
Hans Jakob Meyer in seinem Atelier in Feldmeilen (Schwarzweiss-Foto, aufgehellt).

"Nach der Heirat 1937 wohnte und arbeitete er als freischaffender Bildhauer in Feldmeilen."

Das Leben

Ein Jahrhundert Zürcher Bildhauerei

Hans Jakob Meyer wurde am 11. September 1903 in Zürich geboren. Nach der Kunstgewerbeschule in Zürich machte er eine Bildhauerlehre bei Otto Münch.

Von 1923 bis 1926 besuchte er die École des Beaux-Arts in Genf und arbeitete bei James Vibert — einem Meisterschüler Auguste Rodins — halbtags in einer Gipserwerkstatt. Es folgten Studienaufenthalte in Paris, Rom, Florenz und Athen sowie längere Reisen nach Südamerika, England und Spanien.

Nach der Heirat 1937 lebte und arbeitete er als freischaffender Bildhauer in Feldmeilen. 1939 erhielt er den ersten Preis für die Gruppe "Senn und Stier" an der Schweizerischen Landesausstellung. Ab 1950 erhielt er öffentliche Aufträge der Stadt Zürich und verschiedener Gemeinden.

Zu seinen bekanntesten Arbeiten im öffentlichen Raum gehören "Die Schreitende" (1971) beim Ausbildungszentrum des Stadtspitals Waid, "Knabe mit Fisch" (1962) am Seequai Pfäffikon ZH, der Schifferbrunnen in Eglisau (1960) und das Grabmal von Hermann Hesse (1963).

Die Conrad-Ferdinand-Meyer-Stiftung ehrte ihn 1953 mit einem Preis, der Kanton Zürich verlieh ihm 1979 eine kulturelle Auszeichnung. Mehrere Jahre war er Mitglied der Kunstkommission des Kantons Zürich. Von 1959 bis 1972 unterrichtete er Modellieren und Aktzeichnen an der Kunstgewerbeschule Zürich. Hans Jakob Meyer starb am 4. Juli 1981 in Feldmeilen.

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